Der erste Weltkrieg als Massenkrieg und seine Folgenleonard

Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie sollte man ihn beenden? Zwischen 1918 und 1923 rang die Welt um eine neue Friedensordnung. Diese Zeitenwende hatte für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts entscheidende Bedeutung. Dabei waren oft hochfliegende Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso wichtig wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Die Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, schuf Enttäuschungen und Konflikte, die das 20. Jahrhundert prägen sollten und deren Ausläufer bis in unsere Gegenwart reichen.

Prof. Dr. Jörn Leonhard

Jörn Leonhard ist Professor für Westeuropäische Geschichte an der Universität Freiburg. Mit seinem Buch „Die Büchse der Pandora“ hat er das Standartwerk zum Ersten Weltkrieg vorgelegt.

Wo: Stadtarchiv Dortmund

Wann: Donnerstag, 20.12.2018, 20.00 Uhr

 

Prof. Dr. Jörn Leonhard (Freiburg): Der überforderte Frieden – Versailles und die Welt 1918-1923
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