Kooperation mit den Dortmunder Philharmonikern

Streamingangebot der Bibliothek für  Konzertstückephilko2 elgar

Mit Start zum Jahresbeginn haben die Dortmunder Philharmoniker und die Stadt- und Landesbibliothek für die Musikliebhaber einen neuen Service zur Einstimmung auf die Abende im Konzerthaus und die Nachbereitung der Konzerte verabredet.

Jeweils passend zu den Philharmonischen Konzerten wird die Bibliothek immer eine Woche vor den Konzertterminen eine Zusammenstellung von Einspielungen verschiedener Orchester und Dirigenten des gespielten Musikrepertoires auf Ihrer Homepage einstellen und verlinken.

Naxos Music LibraryNML_mobile

Die Titel können dann mit der Bibliotheksausweisnummer sowie der PIN über das Musikstreaming-Webportal Naxos, das die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund seit Herbst letzten Jahres lizenziert hat, abgerufen und angehört werden.

Die Naxos Music Library (NML) ist ein speziell auf die Bedürfnisse von Hörern klassischer Musik zugeschnittenes Online-Musikportal. Die Nutzer haben die Möglichkeit, sich neben dem Anhören von Werken und Einzelsätzen auch zahlreiche Zusatzinformationen anzeigen zu lassen.

Prof. Dr. Jörn Leonhard (Freiburg): Der überforderte Frieden – Versailles und die Welt 1918-1923

Der erste Weltkrieg als Massenkrieg und seine Folgenleonard

Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie sollte man ihn beenden? Zwischen 1918 und 1923 rang die Welt um eine neue Friedensordnung. Diese Zeitenwende hatte für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts entscheidende Bedeutung. Dabei waren oft hochfliegende Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso wichtig wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Die Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, schuf Enttäuschungen und Konflikte, die das 20. Jahrhundert prägen sollten und deren Ausläufer bis in unsere Gegenwart reichen.

Prof. Dr. Jörn Leonhard

Jörn Leonhard ist Professor für Westeuropäische Geschichte an der Universität Freiburg. Mit seinem Buch „Die Büchse der Pandora“ hat er das Standartwerk zum Ersten Weltkrieg vorgelegt.

Wo: Stadtarchiv Dortmund

Wann: Donnerstag, 20.12.2018, 20.00 Uhr

 

Ausstellung: „Weltall und Erde erforscht und vermessen“

Ausstellung im 2. OG der Zentralbibliothek  zum 50. Jahrestag der Mondlandung

Handschrift, Bildnis und Publikation von friedrich Wilhelm Argelander

Jeder kennt den Satz aus Gene Roddenberry‘s Romanen und Filmen zum Raumschiff Enterprise:
„Der Weltall, unendliche Weiten, wir befinden uns in einer fernen Zukunft….“ Doch bevor es losgehen konnte ins Weltall und im Jahr 1969 zum Mond, mussten Forscher und Gelehrte sich viele Jahrhunderte theoretisch mit dem Weltall, seinen Planeten und Himmelskörpern beschäftigen.
Damit aus der Theorie Praxis werden konnte, waren tausende von Forschungsprojekten notwendig.

Diesen Pionieren der Astronomie ist die Ausstellung der Handschriftenabteilung gewidmet.
Bücher, Briefe, Bildnisse und Accessoires zum Thema Astronomie sind Inhalt der Ausstellung.

Orgianlhandschriften Forschern und GelehrtenHandschrift und Bildnis von Immanuel Kant

Forscher und Gelehrte wie Friedrich Wilhelm Bessel, Karl Hermann Struve, Immanuel Kant, Friedrich Simon Archenhold oder Max Karl Ernst Ludwig Planck und andere Persönlichkeiten werden mit Ihren originalen Handschriften ausgestellt.

Damit auch jeder lesen kann was in „Sütterlinschrift“  geschrieben steht, wurden die Autographe   transkribiert und für alle lesbar gemacht. Passende Accessoires liefert Marco Machate, der auch schon einige Ausstellungen in der Bibliothek mit wunderbaren Pretiosen seiner Privatsammlungen ergänzte.

 

Vom 23.11.2018 bis 13.04.2019 ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund zu besichtigen.

 

 

Prof. Dr. Frido Mann: Das Weiße Haus des Exils

Der Enkel Thomas Manns im Vortrag
1942 bezog Thomas Mann, Literaturnobelpreisträger und Großvater Frido Manns, sein neues Haus in frido mannPacific Palisades. Es ist ein Refugium für den Schriftsteller gewesen, ein Treffpunkt des künstlerischen Exils in Los Angeles und ein Ort der Geborgenheit für den Enkel Frido. Im März 2018 kehrt Frido Mann auf den Spuren seiner Erinnerung zurück, kurz bevor das Haus von der Bundesregierung als Zentrum des transatlantischen Dialogs eröffnet wurde. Das politische Engagement der Manns im Exil wirft heute die Frage auf, welche Wirkung der offene Dialog aktuell – in Trumps Amerika – noch entfalten kann. Der kürzlich von Frido Mann erschienene Essay zu diesem Thema ist ein radikales Plädoyer für Verantwortung und Verständigung in einer Zeit der globalen Krise.

Frido Mann, geboren in Monterey/Kalifornien, arbeitete nach dem Studium der Musik, der Katholischen Theologie und der Psychologie viele Jahre als klinischer Psychologe in Münster, Leipzig und Prag. Er lebt heute als freier Schriftsteller in München.

Mittwoch, 21. November 2018, 19 Uhr
Stadtarchiv, Märkische Straße 14

NEU: Brockhaus Enzyklopädie online

Verläßliche Antworten 100 % zitierfähig

Was bedeutet Migration? Wo genau liegt Aserbaidschan? Was macht Google? Die Brockhaus Online-Enzyklopädie liefert  verlässliche Antworten – allgemeinverständlich, multimedial, strukturiert. Alle Informationen sind zu 100 Prozent zitierfähig und somit bestens geeignet zur Vorbereitung von Referaten, Präsentationen und wissenschaftlichen Arbeiten oder einfach zum Stöbern. Der umfassendste fachlich betreute lexikalische Bestand im deutschen Sprachraum liefert  lebendiges Wissen, das so im Internet nicht frei verfügbar ist. Bequem, schnell und unkompliziert – überall und mit jedem Endgerät.

brockhaus ban_728x90px

Frei verfügbar mit Bibliotheksausweis

Wie alle elektronischen Angebote der Bibliothek ist auch der Brockhaus online mit Eingabe einer gültigen Bibliotheksausweisnr. und PIN frei zugänglich.

Encyclopaedia Britannia – wenn es englischsprachige Inhalte sein sollen?

Bei der englischsprachigen Encyclopaedia Britannica mit über 75.000 Beiträgen und Zugriff auf zahlreiche unterschiedliche Ressourcen, wie Audio- und Videodateien sowie Karten kann ebenfalls zugegriffen werden. Die Enzyklopädie verlinkt auf über 100.000 externe Websites, 10.000eindex E-Books sowie auf die Volltexte von über 700 integrierten Zeitschriften. Ebenfalls enthalten sind die Inhalte der Mirriam-Webster Wörterbücher.

 

 

Prof. Dr. Alexander Demandt: Marc Aurel. Der Kaiser und seine Welt

Vortrag zum berühmten römischen Kaiser Marc Aurel

Keinen römischen Kaiser kennen wir so genau wie Marc Aurel, den berühmten Philosophenkaiser. Er marcaureluns nicht zuletzt dank dessen weltberühmten Selbstbetrachtungen, den „Wegen zu sich selbst“, bekannt.  In seiner Regierungszeit wurde das Römische Reich von vielen Krisen erschüttert. Insbesondere sind hier die Kämpfe mit den Parthern und den Donaugermanen, den Vorboten der Völkerwanderung, zu nennen. Zugleich gab es die Christenprozesse – trotz der Humanisierung des Rechts.

Kaiser der sich um Weisheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit mühte

Mark Aurel war insgesamt ein Kaiser, der sich wie kein anderer um Weisheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit mühte und mit stoischer Standhaftigkeit seine Herrscherpflichten erfüllte. Nicht von ungefähr war dieser Kaiser die Lieblingsgestalt des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt.
Alexander Demandt ist einer der bekanntesten Althistoriker Deutschlands. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Freien Universität Berlin.

Donnerstag, 15. November 2018, 19 Uhr
Stadtarchiv, Märkische Straße 14

 

Naxos Music Library App

Naxos Music Library per AppNML_mobile

Wie bei anderen Streamingdiensten auch, kann die Naxos Music Library mit dem umfangreichen Angebot an klassischer Musik auf mobilen Endgeräten (Smartphones, Tablets etc.) genutzt werden. Die„NML-App“ steht sowohl für als  iOS– wie auch für das Android– Betriebssystem zur Verfügung.

Anmeldung für die App-Nutzung

Um sich in der heruntergeladenen App anmelden zu können, müssen sich unsere Kunden zunächst einmal über die Browserversion in der NML der Stadt-und Landesbibliothek unter “Mobile App” selbst anmelden: Kurz erklärt – NML App

Prof. Dr. Georg Schmidt (Universität Jena): Der Dreißigjährige Krieg. Ein deutscher Mythos.

Die Urkatastrophe ?schmidt30

Der Dreißigjährige Krieg wird oft auch als die “deutsche Urkatastrophe” bezeichnet. Warum ist dieser Krieg – auch nach zwei Weltkriegen -aber noch immer so tief ins öffentliche Gedächtnis eingebrannt? Dies hat religiöse, politische und zeitgeschichtliche Ursachen. Denn insgesamt
dürfen wird nicht ein solch düsteres Bild dieser Epoche zeichnen.
Natürlich gehen drei Jahrzehnte Krieg nicht folgen- und spurenlos an den Menschen vorüber. Aber die Metaphern von der “Urkatastrophe”, die Bilder von einem Deutschland, das wüst und leer, ausgeplündert und politisch ohnmächtig ist, das sind Erfindungen des 19. Jahrhunderts.
Sie liefern die düstere Folie, vor der der Aufstieg erst Preußens und dann des geeinten Deutschlands umso kräftiger erstrahlt. Das erstaunliche: Diese Bilder wirken auch nach dem Untergang der Hohenzollern weiter. Der Westfälische Frieden wird als Siegfrieden à la Versailles
gedeutet, der Deutschland zum Spielball ausländischer Mächte machte. Vor allem aber die Vorstellung einer Wüstenei, eines Landes, das”ganz und gar verheeret” ist, das ökonomisch um 100 oder gar 200 Jahre zurückgeworfen wurde, die prägen bis heute das Bild vom Dreißigjährigen Krieg.

Weg der Aufklärung

Doch: Der Weg zur Aufklärung beginnt im Grauen des Dreißigjährigen Krieges. Und in der Westfälischen Friedensordnung wurden erstmals Freiheitsrechte festgeschrieben. Sie sind das Wurzelwerk der Menschen- und Bürgerrechte. Die Bilanz des Dreißigjährigen Krieges ist nicht total schwarz.

Georg Schmidt ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und weltweit einer der besten Kenner des Dreißigjährigen Krieges.

11. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Stadtarchiv

Diese Webseite verwendet Cookies. Schließen. Mehr zum Thema Datenschutz.
270